Montag, 3. Oktober 2016

Rezension - Auf Null



Catharina Junk - Auf Null
Kindler / Rowohlt Verlag
396 Seiten 19,95€


Klappentext

"Vielleicht ja, vielleicht nein. Lasst euch überraschen."
Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?
Ein mitreißender und lebensbejahender Debütroman"


Meine Meinung

Ich habe "Auf Null" als Rezensionsexemplar Vom Rowohlt Verlag bekommen und ihr glaubt gar nicht wie sehr mich das gefreut hat ! Der Klappentext Ist schon genau meines! 

Das Cover hat mich anfangs überhaupt nicht angesprochen und ich wollte es nur des Klappentextes wegen haben. (Was bei mir selten vor kommt. ich bin total Covergeil!)  Es hat sehr lange gedauert bis ich das Cover mit der Geschichte verbinden konnte. Doch als es dann passte, passte es einfach 100%ig. 

Der Schreibstil ist sehr einfach. Nicht schwer zu verstehen und ich hatte das Buch so schnell durch das ich schon wieder echt traurig war... Viel zu schnell war es zu ende.Ich konnte es ganz leicht lesen und der Geschichte auch echt gut Folgen. 

In der Geschichte geht es um Nina , ein Mädchen das an Krebs erkrankte , dagegen kämpfte und soweit gesund wurde. Jedoch konnte man nicht geheilt sprechen, da der Krebs immer wieder kommen konnte.  Sie denkt ziemlich negativ, traut ihrem Körper nicht und ist der festen Überzeugung das der Krebs eh wieder streuen wird und sich niemand um sie kümmern braucht. Einfach weil es sich nicht lohnt.
Sie war mir, trotz ihrer traurigen Geschichte, unglaublich sympathisch. Und ja, ich verstehe ihr denken. Sie musste soviel mit machen. So viel durch machen. Wer würde da schon immer positiv denken ?  Sie ist sehr zurück haltend, schließt sich selber aus, ist sarkastisch aber einfach ein total liebenswerter Mensch. Sie ist einer der Protaginsten bei denen man sich wünschen würde sie wären real. Einfach weil man weiß das man sich prima mit ihr verstehen würde.  Sie verliebt sich, wie auch ich, in Erik . Ein unglaublich hübscher junger Kerl. Aufopfernd, lieb und aufmerksam. Ich hab auch ihn unglaublich gern gewonnen und ja, auch ihn hätte ich nur zu gern im realen leben getroffen. 
Die anderen Protagonisten sind alle gut aufgebaut. Haben ihre eigene Geschichte. Ihre eigenen Hintergründe und man versteht ihr Verhalten.  Besonders Erik sein Vater ist mir im Gedächtnis geblieben. Auch die, wie ich finde, traurige Geschichte um Ninas Bruder, der gläubig wird und sich selber in einer Art "Sekte" sperrt, aus der er nicht raus zu kommen scheint. 

Das Buch ist einfach so "Echt". Man hat nicht das Gefühl es sei alles einfach nur ausgedacht. Es ist das was täglich passiert. Menschen erkranken. Menschen leiden. Menschen sterben und andere überleben. Menschen verlieben sich, Menschen "entlieben" sich..  Und genau das mag ich an dem Buch so gerne. Es ist real. Nichts was "zu viel" ist. Nicht aufgesetzt.  Einfach "Echt"

Die Idee ist vielleicht nicht neu, die Umsetzung ist aber einfach Klasse. Ein Buch das zu Herzen geht und mich 100%ig überzeugen konnte.  Trotz dem traurigen Thema Krebs hat es soviel Humor. Ich habe mich sehr oft dabei erwischt wie ich blöd grinsend da saß. Manchmal tränen lachend. Dieses Buch hat mich traurig gemacht. Glücklich. Verliebt. Manchmal auch sauer. Alles einfach.

Das Ende hat mich so so so glücklich gemacht. Erik hat meiner Meinung nach die richtige Entscheidung getroffen und auch Nina wird für sich ein gutes Ende finden.

Rund um bin ich 100%ig glücklich. Ich kann jedem dieses Buch nur empfehlen ! 

Verdiente  5/5 Törtchen 

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